Die Bewohner

Die Menschen von Yarath teilen sich ihre Welt mit Völkern wie Elfen, Zwergen und Bedua, aber auch mit diversen anderen, geheimnisvollen Wesen. Je weiter die Geschichte um das Buch der fünf Schlüssel voranschreitet, desto mehr Informationen wird man hier über sie finden.
In diesem Kapitel geht es aber zunächst um die wichtigsten Charaktere der Geschichte, Politik und Gesellschaft im Königreich und einige Gruppierungen, die dabei eine Rolle spielen.

Die Hauptfiguren

Zur vollständigen alphabetischen Liste aller Charaktere geht es hier entlang.

Politik und Gesellschaft

Die unbestritten mächtigste Person in Yarath ist der König, der alle wichtigen Entscheidungen trifft. Aber auch die einflussreichen Herzöge und die Zauberergilde prägen gesellschaftliche Entwicklungen und bestimmen den Alltag der Menschen. Religion hingegen gilt eher als private Angelegenheit. Die Piesterschaft ist zersplittert und hat allenfalls regionale Bedeutung.

Auch wenn es einige größere Städte gibt, lebt der größte Teil der Bevölkerung in einfachen Verhältnissen auf dem Land von Ackerbau, Viehwirtschaft und Handwerk. Da nur Kinder von Adelsfamilien Zugang zu Bildung haben, sind Aberglaube, Furcht vor Dämonen und Hexen und Skepsis gegenüber jeder Form von Magie weit verbreitet.

Während sich König Dariul um eine gute Beziehung zu den Nachbarvölkern bemüht hat, hat sich das Verhältnis unter König Morul wieder deutlich verschlechtert. Diplomatische Beziehungen zu den Elfen wurden abgebrochen, und Gerüchten zufolge plant der König einen Krieg gegen die Zwerge im Esthara-Gebirge.

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König und Adel

Die frühe Geschichte des Königreichs ist geprägt von Separationskriegen. Als Lehre daraus sichert die Armee den Machtanspruch des Königs in den einzelnen Herzogtümern und Grafschaften und erzwingt die Loyalität des Adels. Herzöge und Grafen regieren in ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet, dürfen jedoch keine eigenen Truppen aufstellen.

Ihnen untergeordnet ist der einfache Landadel, bestehend aus Baronen und Edelleuten, zu deren Besitz meist etwas Land mit ein oder zwei Dörfern gehört, gelegentlich auch eine kleine Burg, die Kontrolle über eine Brücke, einen Steinbuch oder andere wichtige Infrastruktur.

Innerhalb des Adels ist die Blutlinie der Maqua stark, so dass viele Kinder magisches Talent besitzen. Wer es sich leisten kann, lässt seine Söhne an der Schule der Zauberergilde in Baragin ausbilden. Entsprechend begabte Adelssöhne, die keinen Titel erben, können eine Karriere in der Gilde anstreben. Diejenigen, die sich dafür als ungeeignet erweisen, wählen häufig den Dienst im königlichen Militär.

Die königliche Armee

Auch in Friedenszeiten gibt es in Yarath ein stehendes Heer. Es sichert den Machtanspruch des Königs und setzt seine Interessen und Gesetze durch. Außerdem sorgen die Soldaten für die innere Sicherheit, übernehmen Polizeiaufgaben und schützen die Grenzen des Königreichs vor Eindringlingen und marodierenden Banden aus dem Osten.

Die Armee untersteht direkt dem König, in Kriegszeiten kann aber auch ein königlicher Oberbefehlshaber ernannt werden. In den Herrschaftssitzen der Grafschaften und Herzogtümer unterhält der König ständige Garnisonen, die von einem Marschall geführt werden. Die weiteren Ränge sind Hauptmann, Leutnant, Unteroffizier und Soldat.

Es wird Wert auf Professionalität gelegt, deshalb gibt es in der Hauptstadt Calendor eigens eine Offiziersschule. Hier bewerben sich nicht nur Adelssprösslinge ohne Erbanspruch und magisches Talent. Auch uneheliche Söhne hochgestellter Persönlichkeiten oder Söhne von Offizieren können in der Armee Karriere machen, wenn sie entsprechende Qualifikationen mitbringen. Einfachen Leuten ohne Land bietet das Soldatenleben ein sicheres Einkommen.

Bronzenes Siegel der Zauberergilde mit Dreieck, Sonne und Unendlichkeitssymbol.

Die Zauberergilde

Die Gilde der Zauberer wurde vor etwa 1000 Jahren als Folge der Drachenkriege gegründet, um die Gefahren der Magie zu kontrollieren und einem Missbrauch ihrer Macht vorzubeugen. Sie hat Niederlassungen in allen größeren Residenzstädten und hat ihren Hauptsitz in Baragin, wo sie auch eine Schule und eine große Bibliothek unterhält.

Etwa ein Drittel der Meister entscheidet sich für ein Leben außerhalb einer Gildenniederlassung, um eigenen Forschungen nachzugehen, zu heiraten oder auf den Familiensitz zurückzukehren. Auch diese unabhängigen Zauberer können Lehrlinge annehmen und ausbilden, was jedoch für den Schüler eine spätere eine Karriere innerhalb der Gilde erschwert.

Die Magie ist unter den Menschen ungleichmäßig verteilt. Magisches Talent wurde vor 2000 Jahren von den Maqua unter Torin dan Svensgal nach Yarath gebracht und wird vorwiegend in adeligen Blutlinien vererbt, die direkt von den Maqua abstammen. Wird die Begabung eines Jungen festgestellt, kann er als Lehrling an der Schule von Baragin aufgenommen oder von einem Meister unterrichtet werden. Häufig sind die magischen Fähigkeiten jedoch nicht ausreichend, um es weiter als bis zum Gesellen zu bringen. Viele junge Männer kehren nach ihrer Ausbildung wieder in ihre Heimatorte zurück.

Durch die enge Verflechtung von Adel und Gilde und den Einfluss auf die Ausbildung der nächsten Generation der gesellschaftlichen Elite hatte die Gilde seit ihren Anfängen großen politischen Einfluss. Unter König Morul haben konservative Strömungen dabei wieder deutlich an Kraft gewonnen, was sich in einer verstärkten Hexenverfolgung äußert.

Kreisförmiges Siegel des Hexenrats mit Flamme, Buch und Kapuze.

Die Hexen

Bereits kurz nach der Gründung der Gilde wurde auf dem Konzil von Tralis nicht nur die Herstellung und Verwendung magischer Artefakte verboten, sondern auch die Ausübung der Magie durch Frauen. Weibliche Magie gilt als Wurzel allen Übels und als Grund für die verheerenden Auswirkungen der magischen Kriege, die das Königreich Theras dem Erdboden gleichgemacht und weite Teile Yaraths verwüstet hatten.

Besonders in der abergläubischen Landbevölkerung, aber auch in einigen konservativen Teilen der Zauberergilde gelten Frauen mit magischen Fähigkeiten als Hexen, die mit dem Dämonenfürsten Sabarus verbündet sind, um Unheil in der Welt der Sterblichen zu verbreiten. In den vergangenen Jahrhunderten gab es deshalb immer wieder Phasen verstärkter Verfolgung.

Magisches Talent ist unter weiblichen Nachkommen ebenso häufig wie unter Männern. Auch wenn das Gesetz streng genommen nur die Ausübung von Magie durch Frauen verbietet, sind sie allein aufgrund ihrer Begabungen nicht vor Anfeindungen und vor Verfolgung durch fanatische Hexenjäger sicher und müssen deshalb im Verborgenen agieren. Ein vom Hexenrat geführtes Netzwerk kümmert sich im Geheimen um die Belange betroffener Frauen und die Ausbildung von Schülerinnen.

Liberale Kreise, die unter König Dariul an Einfluss gewannen, setzen sich für eine Lockerung des Verbots weiblicher Magie ein. Sie zweifeln an der Dämonentheorie und argumentieren, dass die Unterdrückung weiblicher Magie zu einer allmählichen Schwächung magischer Blutlinien führt. Nach der Krönung König Moruls und der Ernennung von Igor dan Padrash zum obersten Gildenmeister von Baragin sind jedoch auch männliche Fürsprecher von Reformen zunehmenden Repressionen ausgesetzt.

Die einfachen Leute

Der überwiegende Teil der Bevölkerung von Yarath lebt in einfachen Verhältnissen auf dem Land, denn Städte sind eher selten. Landwirtschaft und Viehzucht bieten ein bescheidenes Auskommen, gute Handwerker und geschäftstüchtige Händler können es zu relativem Wohlstand bringen.

Da die Menschen keinen Zugang zu Bildung oder aktuellen Nachrichten haben, sind Verschwörungserzählungen und Aberglaube weit verbreitet. Man fürchtet sich vor Geistern und Ungeheuern, vor allem aber vor Hexen und Dämonen, die Unheil über die Welt bringen. Im Alltag gibt es wenig Kontakt zur Magie, so dass man den Zauberern der Gilde fast ebensoviel Misstrauen entgegenbringt. Schutz erhofft man sich von verschiedenen Göttern. Ihre Verehrung ist jedoch kaum organisiert und findet eher privat oder in Tempeln mit regionaler Bedeutung statt.

Das Verhältnis zu Adel und Militär ist zwiespältig und stark von den jeweiligen Persönlichkeiten abhängig. Während die königlichen Soldaten mancherorts als Unterdrücker wahrgenommen werden, die die Bevölkerung drangsalieren und zu hohe Steuern eintreiben, ist man woanders froh über ihren Schutz vor feindseligen Nachbarn, Räuberbanden oder den Gefahren der Wildnis.

Mehr Informationen speziell über die Menschen in der Grafschaft Yul, seine Hauptstadt Regha und den kleinen Ort Tharil aus dem ersten Band Aufbruch ins Ungewisse gibt es hier.

Das Dorf Uhlbargen

Das kleine Dorf Uhlbargen ist Ort der Handlung im Prequel Das Grab des Thuma. Es liegt abgelegen im Nordwesten an der Grenze der nördlichen Öde. Das Land dort ist wenig fruchtbar, so dass die Bewohner größtenteils von der Schafzucht leben. Alvar, der Dorfvorsteher, kümmert sich gut um seine Leute und kann die meisten Probleme selbst lösen. Als allerdings ein Troll die Gegend unsicher macht, braucht auch er die Hilfe der königlichen Armee.

Bewohner von Uhlbargen