Die Grafschaft Yul

Yul ist die abgelegenste und vermutlich auch unbedeutendste der fünf Grafschaften in Yarath, aber sie spielt eine wichtige Rolle im Buch der fünf Schlüssel, denn hier in dem kleinen Dorf Tharil westlich des Fengins ist Marc aufgewachsen. In diesem Kapitel gibt es deshalb Hintergrundinformationen über die Region und auch eine nach und nach anwachsende Zahl von Detailkarten zu den verschiedenen Orten der Handlung.

Geschichte und politische Situation

Bis zu den Drachenkriegen war Yul mit seiner Hauptstadt Regha eines der bedeutendsten Handelszentren Yaraths. Eine Straße durch das Gebirge verband sie mit dem Königreich Theras, das vor allem Metalle aus den Erzminen rings um die Stadt Ushtar lieferte. Nach der Sperrung des Alab'Kadir-Gebirges durch das Friedensabkommen von Baragin verlor die Region an Einfluss, war aber noch immer eine wichtige Verbindung zwischen Pellin, der großen Südstraße und den Ostlanden.

Nicht enden wollende kriegerische Auseinandersetzungen im Osten haben jedoch zum Niedergang und zunehmenden Verfall des dortigen Königreiches geführt, so dass der Handel innerhalb der letzten zwei Generationen merklich nachgelassen hat. Da der Graf die Zölle für Waren deutlich erhöht hat, um seine Einnahmeverluste auszugleichen, blüht nun der Schmuggel.

Die Grafschaft Yul, deren Dörfer und Ländereien sich einst bis ins Vorgebirge des Alab'Kadir erstreckte, hat mehr und mehr an Bedeutung verloren. Die Zahl der Bewohner ist auf einen Bruchteil ihrer alten Größe geschrumpft, Dörfer und Ackerland wurden aufgegeben und der Wildnis überlassen, und in der Stadt Regha sind viele Häuser dem Verfall preisgegeben. Im Rest des Königreichs gilt die Grafschaft als hinterwäldlerisches, verschlafenes Nest am Ende der Welt.

Regiert wird Yul von Graf Khel dan Remis, einem kinderlosen Witwer, der zurückgezogen in der Burg oberhalb der Stadt lebt. Er hat wenig Interesse am Wohlergehen seiner Untertanen oder am Zustand seiner Grafschaft, so lange genug Geld in seine Kassen fließt. Das Tagesgeschäft überlässt er seinem Seneschall und dem Marschall des Königs.

Karte von Yul

Übersichtskarte der Grafschaft Yul mit dem Alab'Kadir-Gebirge im Süden.

Auch geografisch ist Yul vom Rest des Königreichs abgeschnitten. Eingeklemmt zwischen den unzugänglichen Mittellandhöhen und dem mächtigen Alab'Kadir-Gebirge ist die Grafschaft nur im Osten gut zugänglich, denn im Westen bilden der undurchdringliche Fengin und das Feenmoor eine natürliche Barriere, durch die nur zwei Straßen führen.
Nur wenige Fremde verirren sich heutzutage in diese abgelegene Ecke Yaraths, aber in der Vergangenheit war die besondere Lage oft genug auch Schutz vor feindlichen Armeen. Nur einmal in seiner langen Geschichte, beim Sturz der dunklen Königin Helia, wurde die Hauptstadt Regha eingenommen und ihre mächtige Burg erobert.

Die Hauptstadt Regha

Regha liegt einige Stunden östlich des Fenginwaldes am Beligon, einer wichtigen Wasserstraße nach Tern. Das Wahrzeichen der Stadt ist der mächtige Burgfelsen direkt am Flussufer. Die Fundamente und die beiden mächtigen Rundtürme der Burg, die nun dem Grafen von Regha als Residenz dient, stammen noch aus der Zeit der dunklen Königin Helia, die einst hier herrschte. Ebenfalls hoch oben auf dem Felsen, in direkter Nachbarschaft zur Burg, befinden sich die Garnison der königlichen Armee und die örtliche Niederlassung der Zauberergilde.

Die Stadt selbst war einst einige wichtige Handelsmetropole, ist nun jedoch im Niedergang begriffen. Die mächtige Stadtmauer und zahlreiche Prachtbauten zeugen noch von einstiger Größe. Viele Häuser sind jedoch unbewohnt und dem Verfall preisgegeben, die Zahl der Einwohner hat sich in den letzten hundert Jahren etwa um die Hälfte auf nur noch ca. 4000 reduziert.

Die Karte von Regha ist noch in Arbeit, ebenso ein Plan der Burganlage.

Das Dorf Tharil

Tharil ist ein typisches kleines Dorf in der Grafschaft Yul. Es liegt an einer alten Handelsroute, die von der großen Südstraße durch den Fengin nach Regha führt. Neben seinen etwa zwanzig Höfen verfügt auch über eine Schmiede, eine kleine Wassermühle und ein geräumiges Gasthaus, das jedoch nur noch selten von Durchreisenden genutzt wird.

Die Menschen in Tharil sind einfache Leute, die wenig von der Welt wissen und als eigenbrötlerisch und abergläubisch gelten.

Ein Plan von Tharil ist noch in Arbeit.

Die Bewohner von Tharil